Beispiele zur RAID-Notation
Da der neue Netzwerk-RAID-Notationsstandard (SAM RAID Notation) etwas komplex ist, hielt ich es für sinnvoll, eine Liste gängiger Anwendungsszenarien und konkreter Implementierungsbeispiele bereitzustellen sowie zu zeigen, wie diese zu notieren wären.
- Szenario: Netgear ReadyNAS Pro 2 mit XRAID-Spiegelung. Notation: R1
- Szenario: Zwei Netgear ReadyNAS Ultra-Geräte mit lokalem RAID 1, über das Netzwerk mittels rsync synchronisiert. Notation: R1{1}
- Szenario: Zwei Drobo B800fs NAS-Geräte, jeweils mit RAID mit einfacher Parität bestückt, mittels DroboSync synchronisiert. Notation: R5{1}
- Szenario: Zwei Drobo B800fs NAS-Geräte, jeweils mit RAID mit doppelter Parität, mittels DroboSync synchronisiert. Notation: R6{1}
- Szenario: Zwei Linux-Server mit lokalem R6 unter Verwendung von DRBD Modus A oder B (asynchron). Notation: R6[1]
- Szenario: Zwei Linux-Server mit lokalem R5 unter Verwendung von DRBD Modus C (synchron). Notation: R6(1)
- Szenario: VMware-vSphere-VSA-Cluster mit drei Knoten und lokalem R10. Notation: R10(1)3
- Szenario: Windows-Server mit zwei gespiegelten R0-Stripes aus je vier Festplatten. Notation: 8R01
- Szenario: Zwei FreeBSD-Server mit R10 unter Verwendung von HAST mit memsync. Notation: R10[1]
- Szenario: Zwei FreeBSD-Server mit R1 unter Verwendung von HAST mit sync. Notation: R1(1)
- Szenario: Zwei Windows-Dateiserver mit R10 unter Verwendung von Robocopy zur Synchronisierung der Dateisysteme. Notation: R10{1}
- Szenario: Einzelnes Netgear SC101 SAN* unter Verwendung der ZSAN-Treiber unter Windows mit zwei Festplatten. Notation: R(1)
Technologie-Referenzen:
HAST: http://wiki.freebsd.org/HAST
DRBD: http://www.drbd.org/users-guide/s-replication-protocols.html
DroboSync: http://www.drobo.com/solutions/for-business/drobo-sync.php
Rsync: http://rsync.samba.org/
Robocopy: http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc733145%28v=ws.10%29.aspx
Anmerkungen:
*Das Netgear SC101 SAN ist insofern interessant, als es zwar zwei PATA-Festplatten intern aufnehmen und sie über das ZSAN-Protokoll über eine einzige Ethernet-Schnittstelle als Blockgeräte im Netzwerk bereitstellen kann, es jedoch keine interne Kommunikation zwischen den Geräten gibt, sodass die gesamte Spiegelung des Arrays in Windows erfolgt, das jede Festplatte tatsächlich als vollständig separates SAN-Gerät mit jeweils eigener IP-Adresse sieht. Windows hat keine Möglichkeit zu erkennen, dass die beiden Geräte zusammengehören. Die RAID-1-Spiegelung wird zu einhundert Prozent im Software-RAID unter Windows abgewickelt, und das SAN selbst besteht stets aus zwei unabhängigen PATA-Festplatten, die dem Netzwerk roh bereitgestellt werden. Ein sehr eigenartiges, aber aufschlussreiches Gerät.
